Menschen bei Elijah

Elisabeth

Nach einem dichten Besuchsprogramm, den Kopf voller neuer Eindrücke, die Seele betrübt über so viel Elend mitten in Europa; gleichwohl glücklich über den Geist, der von der Gemeinschaft ausstrahlt, und nicht zuletzt wegen der wunderbaren Landschaft, wusste ich: da muss ich wieder her. Beim zweiten Mal blieb ich eine Woche, ein halbes Jahr später begann ich meine Arbeit bei Elijah mit dem Auftrag, die Selbstversorgergärten zu betreuen. Gemeinsam mit Angela und Catalin, Ghita, Ionela und wen wir sonst noch zum Mitmachen motivieren können, bauen wir Gemüse an, pflegen und ernten es. Wir versorgen über die Hausgemeinschaft hinaus auch die Sozialzentren mit frischem Obst, Gemüse und auch Blumen. Motivieren zum Mitmachen, zum Nachmachen, zum Selbermachen ist angesagt. Meine Hoffnung sind die vielen Kinder. Sie sind für die Gartenarbeit schnell zu begeistern. Die Arbeit im Garten lehrt uns, achtsam mit uns und der Natur umzugehen, sie fordert uns auf Verantwortung zu übernehmen, und belohnt uns mit wertvollen Nahrungsmitteln die wir zu schätzen lernen. Auch in den Erwachsenen stecken Potenziale und Fähigkeiten, die geborgen werden wollen. Ideen gibt es viele, die Umsetzung braucht langen Atem.
Die zwei Wochen, die ich jeden Monat hier verbringe, vergehen wie im Flug. Zuhause in Österreich lassen sich die Gedanken nicht einfach beiseiteschieben. Sie kreisen weiter um alle Erlebnisse und Eindrücke die ich in Rumänien gewonnen habe, bringen Dankbarkeit und Demut und relativieren so manche Probleme und Sorgen. Solange die Glut nicht erlischt, kann alles möglich werden.

Einige Mitarbeiter von Elijah