Über uns

Über uns und Elijah

Viele, viele Kinder – schmutzig, unternährt. Meist gehen sie nicht in die Schule. Zuhause können sie nicht lernen, es gibt weder einen Tisch noch Licht. Zu junge Mütter sind umringt von ihren Kleinen. Die Väter haben keine Ausbildung, keine Arbeit. Manche sind Taglöhner, der geringe Lohn reicht nicht, um den Hunger der Kinder zu stillen. Überall liegt Müll, auf den Straßen, im Hof, im Haus. Wellblech, Plastik, alles wird zum Schutz gegen Wind und Kälte an den Lehmhütten befestigt. Das Wasser schleppen Frauen und Kinder in Eimern und Plastikflaschen vom Dorfbrunnen ins Haus. Es gibt keine Schränke, nichts für den Haushalt, nichts an Vorräten, nichts für den Notfall.

Der Verein ELIJAH hat sich zum Ziel gesetzt, den Familien zuhause und den Kindern zu helfen, damit sie aus dem Elend herauskommen und mit eigenen Kräften eine Zukunft aufbauen können. Familienhilfe, Beschaffung der Dokumente, Hausaufgabenbetreuung, Renovierung der Hütten, Ausbildung für die Jugend, die Musikschule und Arbeit für die Eltern sind Angebote, die die Roma gerne annehmen.

Elijah – der Prophet. Der Wegbegleiter. Der Nothelfer.

Mutig trat der Prophet Elijah für die Armen ein. Er half in der Hungersnot. Er gab ein totes Kind seiner Mutter, einer Witwe, lebendig zurück. Elijah rief Feuer und Regen vom Himmel, um eine Dürrekatastrophe zu beenden. Als er am Ende seines Lebens im Feuerwagen in den Himmel auffuhr, hinterließ er eine große Schar von Prophetenschülern. Im Judentum ist Elijah der Nothelfer. Für Jesus bahnt er den Weg, er ist der Vorläufer des Messias.

Der Rabe des Elijah. Gegen Ungerechtigkeit auftreten.

Der Rabe ist unser Symbol. Er ist auf den rumänischen Ikonen das Markenzeichen für den Propheten Elijah. Als Elijah dem ungerechten König die Wahrheit sagte, musste er fliehen. Er versteckte sich am Bach Kerit. Der Rabe rettet ihm das Leben. Die Bibel berichtet: „Die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und ebenso Brot und Fleisch am Abend und er trank aus dem Bach.“

„Rabe“ ist in Rumänien ein besonders abwertendes Schimpfwort für einen Rom. Doch Raben sind treu, sozial, lernfähig und schlau. Wir wollen den Raben zu ihrem Recht verhelfen. Statt dem Schimpfwort werden ihre Talente leuchten. Statt der Schande die Freundschaft, die sie schenken. Im Einsatz für andere werden sie glänzen. Die Rabenkinder retten Leben.

Menschen bei Elijah

Übersicht unserer Projekte

Sozialzentren

Wir haben die ehemalige Volksschule der Siebenbürger Sachsen renoviert. Zwanzig Jahre verfiel das ehemals schöne Gebäude mitten im Dorf. Mit unseren Kindern und Familien kommt Leben in unser Sozialzentrum. Auch eine Musikschule hat Platz.

Jeden Tag bekommen über 40 Kinder nach der Schule eine warme Mahlzeit. Dann machen sie an einem langen Tisch ihre Hausaufgaben – das wäre ihnen zuhause ohne Tisch, ohne Licht nicht möglich.

Die leerstehende Kirchenruine mit Pfarr- und Schulhaus haben wir renoviert. Nun ist ein Sozialzentrum mit Waschräumen eingerichtet. Die Arztpraxis mit kleiner Apotheke für die Kranken ist eingezogen.

Musikschulen

Alle sind eingeladen. Fachlehrer unterrichten Instrumente, Gesang und Tanz. Über 250 Schüler üben regelmäßig. Bei Konzerten zeigen sie, was sie gelernt haben.

Wir haben die ehemalige Volksschule der Siebenbürger Sachsen renoviert. Zwanzig Jahre verfiel das ehemals schöne Gebäude mitten im Dorf. Mit unseren Kindern und Familien kommt Leben in unser Sozialzentrum. Auch eine Musikschule hat Platz.

Ausbildungs- und Arbeitsprojekte

Selbstversorgung für Familien, Gärten und Gemüseanbau und die Möglichkeit, sich mit Hilfe von Schweine- und Hühnerzucht eigenes Fleisch und Eier zu erarbeiten.

Die Stella Matutina ist das Zentrum für die Elijah-Gemeinschaft, sie wurde im April 2016 eröffnet.

Die Wege und Bäche sind rein, buntbemalte Abfallkörbe an den Straßenecken laden die Vorüberziehenden zum Mitmachen ein.

Viele Roma-Jugendliche haben keine Pflichtschule abgeschlossen und können daher nicht arbeiten. Mit unserer Lehrwerkstatt möchten wir ihnen eine gute Zukunft ermöglichen.

Verwahrloste Felder werden zu Gärten. Junge Roma finden einen Ausbildungsplatz.

Wohnen & Wasser

Direkt neben der Romasiedlung haben wir ein Brunnenhaus gebaut. Nun haben die Familien auch im Winter Zugang zu sauberem Wasser.

Keine Hütte hat Wasser. Die hygienischen Bedingungen sind unbeschreiblich. Wir haben gemeinsam einen tiefen Brunnen gegraben, der der Bevölkerung von Ziegental gutes Wasser spendet.

In winzigen, elenden Hütten aus Lehm, Brettern und diversen Fundstücken, hausen Roma-Familien auf engstem Raum. Wir helfen ihnen die Häuser winterfest zu machen.